Österreichs erste ethische Alternativbank: die Fakten

Die Bank für Gemeinwohl drückt den "Reset-Knopf" und besinnt sich auf das ursprüngliche Kerngeschäft einer Bank: Sparen, Kredite und Zahlungsverkehr. Auf Spekulations-Geschäfte wird bewusst verzichtet. Die neue Ethikbank wird klein starten, auf Sicherheit setzen und wird überlegt und maßvoll wachsen. 

Sparen in der Ethikbank

Als Kund/-in werden Sie umfassenden Einblick erhalten in das, was mit Ihrem Geld geschieht und wie es wirksam wird. Partizipation bedeutet, dass Sie als Sparer/-in z. B. mitentscheiden, in welche gemeinwohl-orientierten Projekte Ihre Gelder fließen. Geplant ist auch eine Investment-Plattform, über die Sie sich an interessanten Projekten beteiligen können.

Konto & Karte

Neben einem Zugang zum Online-Banking bekommen Sie auf Wunsch eine Bankomatkarte, so wie Sie das vielleicht von Ihrer bestehenden Bank bereits gewohnt sind. Ebenso wird es Kreditkarten und einfache Sparkonten geben. 

Kontoführungsbebühren: Girokonten zählen zu den kostenintensiven Posten des Bankgeschäfts. Wir werden die Kosten transparent darstellen und rechnen mit ca. 8,– EUR monatlich.

Finanzierungen

Unternehmen und Projekte, an die die Bank für Gemeinwohl Kredite vergibt, werden hinsichtlich ihrer Gemeinwohl-Orientierung überprüft. Die Prüfkriterien werden wir regelmäßig evaluieren. Bevorzugt sind Investitionen in Ökologie, Biolebensmittel, Soziales, Bildung, erneuerbare Energie, Kultur, soziales Wohnen u.a. nachhaltige Projekte.

  • Zinsen:
    Die neue österreichische Alternativbank wird ausschließlich gemeinwohl-orientierte Projekte finanzieren. Je mehr ein Projekt dem Gemeinwohl dient, umso günstiger kann der Kredit sein. Um das finanzieren zu können, werden die Sparer/-innen zum Zinsverzicht eingeladen. Die Erfahrung mit anderen europäischen Ethikbanken zeigt, dass rund ein Drittel der Kund/-innen dieser Einladung auch folgen.
  • Bonitätsprüfung:
    Erfolgt wie bei jeder Bank, plus ausführlicher Gemeinwohl-Prüfung. Bei anderen europäischen Ethikbanken zeigt sich, dass durch diese sorgfältigere Prüfung das Risiko von Kreditausfällen minimiert wird.

Wir sind, wo Sie sind: mobile Filialen

Filialen sind teuer, daher werden wir erst nach und nach einige Informationsbüros und – wenn der Bedarf besteht – weitere  Geschäftsstellen eröffnen. Mittlerweile ist es ohnehin oft üblich, seine Bankangelegenheiten von zu Hause aus zu erledigen. Sie können uns vor allem via E-Mail oder Telefon kontaktieren. Wenn notwendig, senden wir unsere “Filiale” auch direkt zu Ihnen nach Hause – in Form einer mobilen Beratung!

FAQs zur zukünftigen Alternativbank:

  • Spekulation:
    Die Einlagen werden direkt als Kredite weitergegeben, keine Spekulation.

  • Mitarbeiter/-innen:
    Derzeit 12 Angestellte. Ziel: 35 im Vollbetrieb.

  • Gehälter:
    Maximale Gehaltsspreizung 1:5, transparente Einkommen. Frauen und Männer verdienen gleich viel.

  • Wachstum:
    Langsam und organisch. Das Kreditvolumen soll nach den ersten fünf Jahren 80 Mio. betragen. Die Eigenkapital-Ausstattung soll deutlich über den gesetzlich erforderlichen Werten liegen – über 10%.

  • Einlagensicherung:
    Bei der Banklizensierung wird die Bank für Gemeinwohl einem österreichischen Einlagensicherungsverband zugewiesen.

Das Gemeinwohl maximieren

Von unserer Vorgehensweise profitiert das Gemeinwohl maximal. Denn wir fördern nachhaltige Projekte in den Regionen und bereiten den Boden für einen verantwortungsvollen Umgang mit Geld auf. Sie werden bei der Bank für Gemeinwohl in Zukunft nachvollziehen können, was mit Ihrem Geld passiert!

Social Bank

Es wird es auch ein Kontingent von Gratiskonten für sozial benachteiligte Haushalte geben.