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Historie

Bankgründung aus der Zivilgesellschaft heraus

Die Idee zu einer alternativen Bank entsteht 2008 als Reaktion auf die Finanz- und Bankenkrise und konkret auf die Forderung von Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann nach Einrichtung einer „Bad Bank“ für Deutschland. Christian Felber fordert als Reaktion darauf im Standard eine „Bank des Vertrauens“ und startet innerhalb von Attac Österreich eine Arbeitsgruppe, die 2010 ein Projektpapier „Demokratische Bank“ vorlegt.

 

Attac will die Bank jedoch nicht selbst gründen, sondern ruft die österreichische Zivilgesellschaft zur Umsetzung der Idee auf. Das erste Vorbereitungstreffen im kleinen Kreis findet im Wiener Café Mayer im 18. Bezirk statt. Der Kurier berichtet im Juli 2010 erstmals größer über das junge Projekt, das dadurch regen Zulauf erhält. Zum eigentlichen Kick-off-Event am 3. Oktober 2010 in Wien erschienen insgesamt 110 hochmotivierte Menschen aus allen Bundesländern.

Vereinsgründung und Businessplan

Im Februar 2011 segnet das Plenum die Vision ab. Erste Regionalgruppen finden beim großen „Treffen der Regionen“ auf Schloss Goldegg in Salzburg zusammen. Ab Mai 2011 kann jede*r Mitglied des „Vereins zur Förderung und Gründung einer Demokratischen Bank“ werden. Im August 2011 entwickeln 18 Personen die Bankstrategie sowie einen Businessplan.

Bankprofis als Projektleiter

Ab Jänner 2013 übernehmen die beiden Projektleiter Markus Stegfellner und Dr. Ralf Widtmann, zwei Bankprofis, Gespräche mit wichtigen Interessensgruppen (Einlagensicherungs-Verbände, Behörden, Gerichte, Wirtschaftsprüfer, Anwälte, ...). Im August 2013 erhält die Initiative einen neuen Namen: Projekt Bank für Gemeinwohl.

gründung einer freien Genossenschaft

Am 30.4. 2014 wird die Genossenschaft gegründet. Nach Ablehnung der Aufnahme durch den Österreichischen Genossenschaftsverband (ÖGV) wird der Weg Richtung verbandsfreie Genossenschaft eingeschlagen. Am 25. August 2014 wählt das Plenum Christine Tschütscher und Robert Moser zum designierten Vorstand der Genossenschaft. Am 18. Dezember folgt der nächste Meilenstein: die Eintragung ins Firmenbuch als verbandsfreie Genossenschaft. Christine Tschütscher und Robert Moser werden als Vorständ*innen bestellt

Kapitalmarktprospekt

Im Frühjahr 2015 wird der Kapitalmarktprospekt fertiggestellt. Er ist die Grundlage für das Sammeln von Genossenschafts-Kapital. Mitte September geht das Online-Zeichnungstool live und die österreichweite Info-Kampagne startet.

Neue Strategie, neuer Vorstand

Am 25. Februar 2016 wählt die Generalversammulng der Genossenschaft Peter Zimmerl als Nachfolger von Robert Moser in den Vorstand. Darüber hinaus beauftragen die Genossenschafter*innen, Optionen zu prüfen, noch vor Beantragen der Vollbank-Lizenz mit einer Gemeinwohl-Prüfung, einer Crowdfunding-Plattform und einem Gemeinwohl-Konto operativ zu werden.

Schrittweise Entwicklung der Finanzdienstleistungen

Die Generalversammlung am 1. Oktober 2016 bestätigt die neue Strategie und der bisherige Aufsichtsrat Fritz Fessler wird als weiterer Vorstand bestellt. Es wird intensiv an der Umsetzung der Stufenfolge Gemeinwohl-Prüfung, Crowdfunding-Plattform, Kredit-Partnerbanken sowie Errichten eines Zahlungsinstituts mit Gemeinwohl-Konto gearbeitet. Im Dezember 2016 scheidet Christine Tschütscher aus dem Genossenschafts-Vorstand aus.

arbeitskreis Politik ins Leben gerufen

Um unsere Vision, eine Änderung des Geld- und Finanzsystems in Richtung Gemeinwohl in Österreich zu erreichen, noch stärker in den Fokus (auch der Medien) zu rücken, wird ein AK Politik eingerichtet.